Präzisionsvermessung des Sehnervenkopfes

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HRT - zur Früherkennung und Verlaufskontrolle bei Veränderungen des Sehnervenkopfes

 

HRT III - neuer Standart in der Untersuchung des Sehnervenkopfes

In den letzten Jahren hat sich die Vermessung des Sehnervenkopfes mit einem Retina Tomograph (HRT) in Behandlungszentren als Standard bei Erkrankungen oder Veränderungen am Sehnerv durchgesetzt. Wegen der viel genaueren Beurteilung von Veränderungen am Sehnerv als mit herkömmlichen Methoden stellt diese Messung einen großen Fortschritt und eine wesentliche Verbesserung in der Behandlung dar, denn die Notwendigkeit einer Behandlung (mit Medikamenten oder einer Operation) und deren ausreichende Wirksamkeit kann jetzt besser und früher als bisher erkannt werden.

 

Diese Untersuchung ist besonders sinnvoll bei Patienten mit

  • Glaukom (grüner Star)
  • nahe verwandten Angehörigen mit Glaukom-Erkrankung
  • auffälliger Exkavation (Aushöhlung) des Sehnervenkopfes
  • Veränderungen der Form des Sehnervenkopfes
  • Okulärer Hypertension (erhöhter Augeninnendruck ohne Sehnerv-Veränderungen)
HRT

 

Art der Untersuchung

Eine Laser-Kamera erstellt dreidimensionale Bilder vom Sehnervenkopf und ein Computer wertet die ca. 147.000 Meßpunkte aus.

Die Bilder vom Sehnervenkopf und der Netzhaut werden gespeichert und können so mit späteren Messungen quantitativ verglichen werden.

Damit kann schon eine geringe Zunahme der Veränderungen sichtbar gemacht werden.

Die Tomographie ist schmerzlos, ungefährlich und dauert ca. 10 Minuten

Die Aufnahmen werden mit ungefährlichen Laserstrahlen durchgeführt, eine Beeinträchtigung des Sehens findet nicht statt.

Die vom Computer berechneten Ergebnisse werden dann beurteilt und ausgewertet.

Die Ergebnisse werden gespeichert, damit bei künftigen Untersuchungen der Verlauf genau beurteilt werden kann.

 

 

Wie oft sollte die Papillentomographie duchgeführt werden?

Durch die Untersuchung erhält man Informationen, ob der Sehnervenkopf aktuell noch im normalen Zustand oder krankhaft verändert ist.

Wenn nicht der Verdacht einer schnellen Verschlechterung besteht, reicht meist eine Kontrolle nach ca. einem Jahr aus,

um zu beurteilen, ob eine Therapie nötig ist oder die bestehende Therapie umgestellt werden muß.

 

Ein wesentlicher Fortschritt der Untersuchung und Behandlung

Mit der Papillentomographie kann man die Veränderungen des Sehnervenkopfes nicht nur sehen,

wie bei der augenärztlichen Untersuchung mit dem Spaltlampenmikroskop oder bei einer Fotografie, sondern sehr exakt ausmessen und mit den Vorbefunden vergleichen.

Damit ist man den bleibenden Funktionsausfällen einen großen Schritt voraus.

 

Rethina4

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Kein Ersatz für die Gesichtsfelduntersuchung

Bei der Gesichtsfelduntersuchung wird die Funktion des Sehnerven überprüft.

Bei der Papillentomographie wird eine genaue Aufnahme der Beschaffenheit des Sehnervenkopfes gemacht.

Es werden also zusätzliche Informationen gewonnen.

 

Keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung

Da es sich um eine neue Methode handelt, gehört diese Untersuchung leider noch nicht zu den
Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung und muß daher selbst bezahlt werden.
Von den privaten Krankenversicherungen werden die Kosten jedoch komplett übernommen.

 

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